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Multimedialer Umbau im ckl-net

Nachdem ich nun meinen neuen Rechner vor zwei Wochen geliefert und eingerichtet habe, sitze ich nun auch wieder öfter vor dem PC. Die letzten Monate verbrachte ich hauptsächlich am Notebook und erledigte dort meine Arbeiten.

Wie aus den Anfangstagen des Blogs vielleicht noch bekannt ist, habe ich einen alten Rechner als Medienserver eingerichtet und diesen über LWL an meine Steroanlage angebunden. Allerdings liegen alle aktuellen Lieder auf meinem Embedded-Server, der sowieso die ganze Zeit über läuft. Der kleine Server steht direkt neben der Stereo-Anlage und somit liegt nichts ferner, als beide miteinander über 3,5-Klinke zu verbinden.
An sich kein Problem. Ich wollte nun aber auch wieder meine MP3s an meinem neuen PC hören. Die Möglichkeit, per NFS auf die Dateien zuzugreifen, besteht – finde ich aber persönlich nicht schön. Ich will nämlich gerne bei Parties auch MP3s hören und dafür müssten dann zwei verschiedene Systeme laufen (Medienserver und Embedded-Board).

Nach einigem Überlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meine MP3s zentral auf dem Embedded-Board liegen. Das Board wird über Klinke an die Stereoanlage angeschlossen. Musik wird live sowohl an die Soundkarte ausgegeben, als auch per Icecast als OGG-File gestreamt. Die Musik möchte ich sowohl mit meinem Handy, mit meinem Notebook als auch mit meinem N770 ändern können.

Nichts lag nun ferner, als auf altbekanntes zurückzugreifen: MPD hatte mich vor einem Jahr schon begeistert. Die Installation erfolgte mit einem einfachen

apt-get install mpd

.
/etc/mpd.conf muss folgendermaßen angepasst werden:

music_directory         "/share/public/mp3"
playlist_directory      "/share/public/playlists"
db_file                 "/var/lib/mpd/tag_cache"
log_file                "/var/log/mpd/mpd.log"
error_file              "/var/log/mpd/errors.log"
pid_file                "/var/run/mpd/pid"

audio_output {
        type                    "shout"
        name                    "$FILE"
        host                    "$IP"
        port                    "8000"
        mount                   "/mpd.ogg"
        password                "$ICECAST_PASSWORT"
        quality                 "5.0"
        format                  "44100:16:1"
}

Dadurch werden alle Medien-Dateien im Verzeichnis /share/public/mp3 automatisch an den Icecast-Server gesendet. Der Stream ist dann unter $IP:800/mpd.ogg für die Clients verfügbar. Es kann übrigens entweder bitrate ODER quality gesetzt werden. Beides funktioniert nicht.

Als nächstes folgte ein

apt-get install icecast2

.
Hier muss auch wieder die Konfiguration /etc/icecast2/icecast.xml angepasst werden. Die wichtigen Einträge sind:

    <authentication>
        <!-- Sources log in with username 'source' -->
        <source-password>$ICECAST_PASSWORT</source-password>
    </authentication>

    <listen-socket>
        <port>8000</port>
        <bind-address>$IP</bind-address>
    </listen-socket>

    <mount>
        <mount-name>/mpd.ogg</mount-name>
    </mount>

Mit den Einstellungen kann MPD die Daten an Icecast senden.
Icecast veröffentlich den Stream dann unter /mpd.ogg
$ICECAST_PASSWORT muss logischerweise in beiden Konfigurationen identisch sein.
Außerdem muss -wenn Icecast als Daemon gestartet werden soll- in der Datei /etc/default/icecast2 ENABLED auf “true” gesetzt werden.

Nun muss zuerst Icecast, danach dann MPD gestartet werden

/etc/init.d/icecast start
/etc/init.d/mpd start-create-db

MPD muss beim ersten Start die MP3-Datenbank initalisieren, was je nach Umfang der MP3s ein paar Minuten dauert.

Mit

apt-get install ncmpc

lässt sich ein einfach NCurses-basierender Client installieren. Über

ncmpc -h $IP

kann man sich nun mit dem MPD verbinden und Dateien abspielen.

An meinem Client kann ich nun z.B. in Winamp die URL $IP:8000/mpd.ogg öffnen und höre die gerade abgespielte Datei.
Neben ncmpc existieren natürlich noch viele weitere Clients, z.B. Pitchfork, der auf Apache/PHP basiert.

Soweit bietet das Tutorial nicht viel Neues – viel steht auch im Wiki von ubuntuusers.de. Ich will nun aber einen Schritt weiter gehen. Mit meinem Handy möchte ich nun die MP3s abspielen. Pitchfork bietet zwar diese Möglichkeit, allerdings ist mein P910i nur begrenzt XHTML fähig, so dass ich da lieber etwas netteres hätte.
Auch hier kann ich auf alt-bekanntes zurückgreifen: Bemused ist eine Client-/Server-Software. Der Client läuft auf Symbian-Handys – also auch auf meinem P910i. Installieren musste ich diesen nicht weiter, der war noch auf meinem Handy.
Der Server allerdings unterstützt standardmäßig nur das Abspielen, wenn XMMS bzw. noXMMS als Music Dispatcher läuft. Glücklicherweise gibt es unter http://bemused-lnx-mpdhack.origo.ethz.ch/download/513 einen Patch, der Bemused MPD fähig macht.

Die Installation erfordert ein paar mehr Schritte:

cd /tmp
wget http://ftp.gnu.org/pub/gnu/libiconv/libiconv-1.11.tar.gz
tar -xvzf libiconv-1.11.tar.gz
cd libiconv-1.11.tar.gz
./configure
make
make install-lib
# Folgendes war nur bei mir nötig
ln -s /usr/local/lib/libiconv.so.2 /usr/lib/i486-linux-gnu/libiconv.so.2

# noXMMS hat zwar viele Dependencies, aber egal
apt-get install xmms-dev
apt-get install libbluetooth2-dev

wget http://download.origo.ethz.ch/bemused-lnx-mpdhack/513/bemused-mpd-r060.tar.gz
tar -xvzf bemused-mpd-r060.tar-gz
cd bemused-mpd-r060
make
cp bemused.conf /etc/
cp bemusedlinuxserver /usr/bin

Das passende start-stop-Script für Bemused gibts hier im Blog.
Wenn am Board ein Bluetooth-Stick angeschlossen ist, kann nach dem Start von Bemused (./bemusedlinuxserver) die Dateien in der MPD-Library direkt über den Bemused-Client vom Handy aus angetriggert werden.

N770 und WPA/PEAP

Wollte nur kurz mitteilen, dass ich nun das N770 auch in der Firma mit WPA und PEAP nutzen kann. Sehr sehr cool.

MMPC (Maemo Music Player Client) erfolgreich aufs N770 portiert

Ich habe so eben den MMPC von Holger erfolgreich auf das N770 portiert.
Allerdings war es nicht ganz ohne: Zuerst Scratchbox installieren, danach die Sym-Links aus dem MMPC*.tar.gz ändern, die auf intltool-* verweisen. Diese müssen auf die jeweiligen Dateien im Verzeichnis /targets/SDK_ARMEL/usr/share/intltool verweisen.
Danach musste ich im configure-Script die Überprüfung des Perl-Expat-Moduls ausschalten, da irgendwas mit meiner Konfiguratin nicht stimmte. Ich hab einfach die Zeile, in der “xno-xml” steht negiert, so dass auch das klappte.

Weiterhin musste ich libmpd kompilieren und das Verzeichnis in die Variable PKG_CONFIG_DIR mit einbeziehen. Nun lief schon einmal configure durch. Als nächstes folgte die Portierung, die relativ einfach gewesen ist. In den Dateien mmpc.c und mmpc-client.c musste nur gdk/gdkkeysysms.h eingebunden werde und schon bekam ich mein Kompilat.

Das Aufspielen des MMPCs auf mein N770 war allerdings nicht so einfach. Ich musste zuerst die libmmpd installieren. Das war noch kein Problem. Das Problem war, ein Repository zu finden, das libglade beinhaltet. Ich hatte nämlich keinen Nerv libglade selbst zu kompilieren und das passende .deb-Packages zu bauen.
Fündig wurde ich unter
http://bgran.net/etrunko/apt/, User: mistral, Components: user.
Kurz libglade draufgespielt, dann mmpc von meinem Notebook auf das N770 gezogen und siehe da: es läuft 🙂

Die Libraries bzw. debs werde ich in der nächsten Woche hier online stellen.
Schönes Wochenende!

Immer wieder Freitags

Die gute Nachricht: Tino hat jetzt nen Blog: http://tse-net.spaces.live.com/ – die schlechte Nachricht: Spaces bietet anscheinend keine RSS-Feeds von den Blogs an. Finde ich prinzipiell doof.

Gestern war ich vormittags in der Firma und habe mein N770 vorgefunden. Super geniales Teil. Genau, wie ich mir das vorgestellt habe. Leider funktionierte der Zugang zum ECW-WLAN-Netz nicht. Wir benutzen bei uns WPA/EAP/PEAP in Verbindung mit einem RADIUS-Server. An sich waren die Einstellungen korrekt, trotzdem funktionierte die Anmeldung nicht. Ich muss mir das nächste Woche noch einmal genauer anschauen.

Gegen Mittag bin ich rüber zum Dienst, wo ich in Alt-Wolfsburg Flyer verteilt habe. Bin dann unter anderem auch im Neubaugebiet in Kreuzheide gewesen und war begeistert. Ich schaue mir ja gerne Wohngebiete mit Häusern und Gärten an. Kreuzheide ist in deshalb ziemlich cool, da man genau auf das VW-Werk schauen kann. Außerdem sind die Häuser alle sehr sehr hübsch.
Abends fuhr ich dann kurz nach Hause, packte meine Sachen zusammen und latschte zu Fuß runter zum Sausalitos. Dort saßen Tino, Jens, Julian, Jan, Ines, Marci, Ly und ich bis gegen neun Uhr und tranken Cocktails. Jan wollte unbedingt noch Shisha rauchen und so schlug ich vor, dass wir uns bei mir treffen und auf dem Balkon noch ein bissel Party machen. Gesagt getan und so rauchten wir zwei Köpfe und tranken ein paar Flaschen Wein. War mal wieder ein angenehmer Abend nach einer äußerst stressigen Woche. An dieser Stelle: Ich brauche dringend Urlaub.

Heute Abend ziehen wir entweder hier in Wob um die Häuser – wie ich das eigentlich gestern schon vorgehabt habe – oder wir fahren nach Braunschweig ins Merz zum Kickern.

Ich werde nun mein Bike reparieren und eventuell nachher noch in die Stadt fahren.
Hodrio!