Gestern war irgendwie nicht so mein Computer-Tag. In der Firma versuchte ich, Outlook Web Access (OWA) und Outlook Mobile Access (OMA) im Internet zu publishen.
An sich war die Idee, dass ein unter Apache laufender Reverse Proxy mit dem Exchange-Server verbindet. Der Apache steht in der DMZ und ist der Webserver, auf dem auch der BibaBlog läuft. Exchange läuft im LAN und somit mussten auf der Firewall die entsprechenden Ports geöffnet werden.
Das war alles an sich auch kein Problem, nachdem ich das Masquerading von DMZ / LAN geändert habe. Problem war, dass die Browser nur die Frame-Seite von OWA laden konnten. Nach Recherche fand ich heraus, dass für die anderen Seite ( …/Posteingang/?Cmd=contents) ein 401er geschmissen wurde.
Ich also im IIS die Basis-Authentifizierung gewählt – gebracht hat es aber nichts. Nach weiterem Frickeln habe ich im Internet gefunden, dass man OWA eventuell per SSL aufrufen sollte.
Soweit so gut, ich saugte mir also mod_ssl + OpenSSL-Distri, richtete die Konfiguration ein und… mein Apache funktionierte nicht mehr. Der Startup-Prozess brach einfach ab und erzeugte einen Core-Dump der Apache.exe. Ohne Fehlermeldung, nix. Nach einer Stunde setzte ich Apache mehr oder minder noch mal neu auf und siehe da: Es funktionierte. Irgendwie schien die mod_ssl-Version inkompatibele mit den OpenSSL-DLLs zu sein. Warum auch immer…
OMA per SSL tat es leider nicht so, wie ich es wollte und ich beendete frustriert (und ganz schön angep*sst) meinen Arbeitstag.

Zu Hause angekommen legte ich mich erstmal eine Runde schlafen, dann kamen meine Eltern zu Besuch und gegen halb neun dachte ich mir: “Hey, du hast jetzt dein Kabel-Modem. Du solltest mal einen Router anschließen, damit du per Notebook + Workstation ins Netz kommst.” Gesagt, getan: Ich meinen alten Siemens SE515-Router heraus gesucht und angeschlossen.
Nix passierte, eigentlich auch klar, denn das integrierte DSL-Modem beherrscht nur PPPoE, aber nicht normales Ethernet. Im Internet fand ich dann, dass man theoretisch den kompletten Router bridgen kann. Theoretisch.
Praktisch funktionierte das nicht. Ich hatte die Überlegung, dass ich den SE515er als DHCP-Client einrichten könnte, der seine IP-Adresse von einem der LAN-Ports vom Kabelmodem zieht. Dazu hätte ich aber mich direkt per Telnet auf die Kiste schalten müssen.
Laut Internet wären die Zugangsdaten admin / . Theoretisch.
Praktisch waren sie es nicht und ich legte mich äußerst frustriert gegen 2300 Uhr schlafen.
Informatik kann so grausam sein.

Update 1: Kollegin eben gerade zu mir: “Schakko, Lexware läuft nicht auf meinem Notebook.” Ich hin und alles nachgeschaut. 10 Minuten gefrickelt – kein Resultat. Ich ihr total deprimiert gesagt, dass ich nicht weiß woran es liegt und sie nur: “Ach egal, ist mir auch nur so aufgefallen. Ich wollte damit sowieso nicht arbeiten.” *hmpf*

Categories: ArbeitWohnung

2 Comments

DSL · November 4, 2006 at 8:53 am

^^ … und was will uns der Dichter damit sagen?
Dass man zuweilen sein Hirnschmalz in etwas investiert, das sich dann als vergebliche Mühe erweist?

Anonymous · November 6, 2006 at 10:56 am

Nanana… das war echt wichtig! Zumindest für mich *g*

Leave a Reply