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Präsenztag w3l / September 2009

Marc und ich fuhren am Donnerstag um viertel nach zwei aus Wolfsburg los und kamen auch recht zügig in Dortmund an. Allerdings dauerte die Suche des Hotels trotz Navis etwas länger. Während Marc das Auto parkte – wir hatten ein Hotel direkt am Hautbahnhof gebucht – und ich eine rauchte, wollten mir erst drei Afrikaner wohl Drogen verticken und eine Minute später schauten die Dortmunder Green Berets mich an, deuteten mit dem Zeigefinger auf mich und wollten mich wohl auch kontrollieren. Durch eindrucksvolle Gestik – ich winkte wie ein Bekloppter zurück – wurden sie jedoch abgeschreckt.
Wir also im Hotel eingecheckt. Das Zimmer war … rustikal. Ein altes UKW-Radio sagte mir, dass hier einige Jahre nichts gemacht worden ist. Da ich keinen Nerv hatte den Abend im Hotel zu verbringen, gingen wir zu erst zu Fuß zur FH in der Sonnenstraße und machten danach einen Abstecher durch die Innenstadt. Marc wollte noch ein Bierchen trinken und so machten wir es uns bei Live-Musik, Bier und Whiskey im Irish Pub “Limmerick” gemütlich. Sehr lustig war, das neben uns die Kopien von Musel und Tino saßen. Ich trank den Abend ein paar Whiskeys, der interessanteste davon war eindeutig der Irish Poteen, der auf der Zunge prickelte und im Abgang brannte wie Feuer.
Gegen 23 Uhr ging es dann zurück in das Hotel, da ich am Freitag Klausur schreiben musste.

Freitag standen wir gegen 9 Uhr auf, frühstückten und verbrachten den Vormittag / Mittag im Hotel. Ich lernte noch für meine Klausuren und machte mich gegen viertel vor zwölf zu Fuß auf zur FH.
Dort angekommen sagte ich einer allerseits gut-gelaunten Bibi und den Kommilitonen Hallo und verbrachte bis zur ersten Klausur die Zeit im Innenhof bei Zigarette und Musik.

Um 13 Uhr startete für mich die erste Klausur “Rechnerstrukturen und Betriebsssyteme”. Die ersten 10 Minuten saß ich etwas verdattert vor den Aufgaben, riss mich dann aber zusammen und startete durch. Themen der Klausur waren: Umformung von Termen zur ADNF, Bau von Schaltnetzen, Beschreibung von Threads, Berechnung der Dateigröße von I-Node basierten Speichersystemen, Fragen zum Pipelining, Vergleich der Havard-Architektur zur Von-Neumann-Architektur und mod. Havard-Architektur, KV-Diagramme, Minimierung von Booleschen Termen und und und. Die 120 Minuten waren knapp bemessen und ich bin mir nicht sicher, was bei der Klausur heraus gekommen ist. Bestanden müsste ich eigentlich haben. Eine Endnote kann ich aber nicht einschätzen.
Trotzdem war die Aufgabenstellung fair und auf die Vorbereitung der im Kurs behandelten Themen zugeschnitten.

Um 16 Uhr ging es in die zweite Klausur “Web-Design und -Ergonomie”, die von der Aufgabenstellung stark an die Onlineklausur erinnerte und mehr oder weniger genau so aufgebaut gewesen ist: Fallstudie einer Website, zu denen insgesamt 9 Fragen beantwortet werden mussten. Nach 90 Minuten hatte ich die Fragen – meiner Meinung nach – ausreichend beantwortet und wusste nicht mehr, was ich sonst noch hätte schreiben sollen. Also gab ich als erster der Runde ab und machte mich mit der FAZ im Nebeneingang der FH breit.

Marc tauchte um 18 Uhr auf, wir begrüßten Martin und dann ging es ein paar Minuten später zum Swabedoo, das ja mehr oder weniger gleich um die Ecke liegt. Für Marc, Martin und mich ging es mit Caipi und Bier los. Ich bestellte mir noch Rosmarin-Kartoffeln, alles andere war einfach zu teuer. Danach noch ein Caipi, dann Tequilla, dann Bier … Neben den üblichen IT-Themen machte Marc noch Wahlkampf für die Piraten und versuchte einen von den Grünen für die Piraten zu überzeugen. Ich telefonierte gegen Mitternacht noch mit Rische wegen der Band. Viel in Erinnerung habe ich davon nicht mehr, da ich bereits da schon leicht neben der Spur lief 😉

Da ich extreme Lust auf Kickern hatte, unterbreitete ich den Vorschlag, doch noch irgendwo anders hinzugehen. Bibi und Michi, sowie Marc, Martin und ein weiterer Kommilitone waren einverstanden. Der Rest der Studenten, darunter der Bayer mussten leider Samstag noch Klausur schreiben und setzten sich vorher ab.
Bibi leitete uns dann zu Fuß zum Spirit. Auf dem Weg dahin machte Marc Klingelstreich und lief mit einem Pflasterstein durch die Weltgeschichte herum, Martin und ich hatten Spaß in der City von Dortmund mit einem überdimensionalen Labyrinth-Spiel – mir ist ein Rätsel, wie wir das geschafft haben. Somit kamen wir um … keine Ahnung wann … im Spirit an. Wir total overdressed in einem Alternativ-Schuppen – war schon komisch. Türsteher und Gäste schauten uns mehr als perplex an. Egal, wir also an die Kickertische, Bier geholt und los ging es.
Gegen 3 Uhr mussten jeder von uns einen Promille-Pegel jenseits von gut und böse gehabt haben. Martin und ich gesellten uns zu Bibi und Michi auf die Tanzfläche – Musik war super (Metallica, 3 Doors Down, Beastie Boys und und und), Martin probierte das “Kennst du eigentlich schon…”-Spielchen aus und es wurde Bier getrunken. Und noch mehr Bier.

Bibi und Michi verabschiedeten sich als erste, gegen halb fünf strichen Martin und ich die Segel und machten uns, nachdem wir uns von Marc verabschiedeten, zu Fuß auf zu meinem Hotel. Wegen des Zustandes liefen wir quer durch Dortmund, erlebten z.B. noch, dass Jugendliche die Hose herunter zogen und auf einem Zebra-Steifen verweilten (Flashmob bei dem keiner zuschauen sollte?). Genau diese Jugendliche trafen wir 10 Minuten später wieder, als andere Jugendliche deren Hosen geklaut hatten. Sehr lustig 😉
Gegen 5 oder halb sechs war ich bei meinem Hotel, Martin spaltete sich fünf Minuten vorher ab und lief in irgendeine total verquere Richtung.

3 1/2  Stunden später klingelte mein Wecker. Mit Abstand der fürchterlichste Morgen seit einigen Jahren. Marc lag irgendwie wieder in seinem Bett, ich quälte mich unter die Dusche.
Unser Frühstück fiel sporadisch aus, Check-In lief gut ab. Wir also zur FH hin und darauf wartend, dass die Vorlesungen begannen. Der Tag war für Marc, Martin und mich eine Qual. Zuerst Begrüßung durch Professor Balzert, dann warten, da das Internet nicht funktionierte. Nach dem Mittagessen folgte die Vorlesung über RIAs, bei der Martin und ich einen Lach-Anfall hatten (“Ich habe einen ausgewachsenen Kater”, “Sie redet immer von dem Internet, was ist das eigentlich?”). Die Vorlesung über Software-Tests war ganz interessant, danach folgte im Hörsaal die Vorlesung über XML-Dokumentation. War meiner Meinung nach nicht sonderlich spannend. Auch meine Mitstudenten in der letzten Reihe (eine Reihe hinter uns dreien) waren wohl nicht sonderlich davon begeistert.
Professor Balzert gab die letzte Vorlesung zum Thema Zustandsautomaten, bei denen Martin und ich wieder einen Lachanfall hatten und die letzte Reihe ansteckten (“Ob er mir erklären kann, was der oder das Internet ist?”).

Um 17 Uhr war dann Schicht im Schacht. Der Abschied fiel relativ kurz aus, da wir los wollten, bevor die Fußball-Fans die Stadt verunsicherten.

Fazit: Der letzte Präsenztag war schon lustig, dieser hat es aber noch getoppt. Hat wieder sau viel Spaß gemacht, mit den Kommilitonen und w3l-Mitarbeitern zu feiern und Party zu machen. Dortmund bei Tag finde ich unattraktiv, da ist mir Wolfsburg lieber – das Nachtleben ist aber ausgezeichnet 😉

Ik freu mir schon auf den nächsten Präsenztag, wa?

Review CTH Convention 22 – Autumn LAN

Nach einigen Wochen LAN-Abstinenz war es mal wieder so weit: LAN in Flechtorf. Für mich ging es am Freitag nach der Arbeit los.
Da die LAN “nur” zwei Tage stattfand, ging das Zusammensuchen meiner Sachen recht fix und ich schlug gegen 17.30 Uhr in Flechtorf auf. Wegen des ausgezeichneten Wetters verbrachten wir die ersten 1 1/2 Stunden aber mehr oder minder die ganze Zeit über draußen und ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen.

Gegen 19 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Schnellimbiss in Flechtorf, wo ich mit einer Portion Bratkartoffeln mich von den anderen (Döner!) distanzierte. Gezockt wurde im Laufe des Abends Left 4 Dead mit den neuen Kampagnen. Um 3 Uhr morgens machte ich mich auf den Weg nach Hause.

Samstag stand ich dann um 11 Uhr auf und kümmerte mich um meinen Haushalt. Mein Anruf bei Jan war von keinem Erfolg gekrönt. Wir hatten eigentlich abgesprochen, dass er mich gegen 13 Uhr abholen sollte. Wegen einer Feier am Freitag Abend und den daraus resultierenden Nachwehen war er aber nicht erreichbar. So rief ich Julian an, der mich dann auch gnädigerweise mitnahm.
In Flechtorf angekommen ging es dann auch – mehr oder weniger – zeitig zu Real, wo wir einkauften und danach bei Anna spachtelten. Viel einzukaufen gab es für mich nicht, da vom Rhythmutants-Konzert noch genug Bier übrig war 😉
Den Nachmittag verbrachten wir mit Team Fortress 2 und L4D bis dann gegen 20 Uhr die Party-Gäste auftauchten. Ich fand den Abend sehr unterhaltsam 🙂
Jan fuhr Jens und mich gegen 2 Uhr morgens nach Wolfsburg zurück, wo ich sofort in meinem Bett einschlief.

Sonntag gegen 11 Uhr klingelte mein Wecker – ich hatte überraschenderweise keinen Kater, dafür hingegen Jens, den ich nach Flechtorf mitnahm.
Julian hatte die Nacht ebenfalls nicht so gut überstanden 😉
Wir zockten noch einige Runden TF2, bis ich mich um 15 Uhr auf den Weg nach Hause machte.

Fazit: Das war mal wieder eine schöne LAN: klasse Wetter, eine gute Party, lustige Gesprächsthemen und viele betrunkene Leute.

Erinnerungswert:

  • Keinen Kater von einer 1/3 Flasche Tequilla gehabt
  • Stahlmöwe!
  • “Und welche Rasur findest du gut?”
  • “Ich habe heute Nacht von einem Mini-Atom-Reaktor geträumt…”
  • Neue Kampagnen für L4D ausprobiert
  • Sophie mit “Nachtleben” infiziert
  • zwei Totalabstürze bei der samstägigen Party
  • Bratkartoffeln FTW!
  • Sonne satt

Teilnehmer:

  • Jan / “Hab’ ich mich gestern Abend abgeschossen” – Teilzeit
  • Dennis / “Wir sollten Motörhead spielen” – Teilzeit
  • Tino / Hab schon wieder kein Statement in Erinnerung – Teilzeit
  • Hendrik / “Welcher Hendrik denn dann?” – Teilzeit
  • Timo / “Man könnte den Atomreaktor ja auch …” – Vollzeit
  • Julian / “Möwe Möwe Möwe” – Vollzeit
  • Philipp / “Ik hab hier noch eine Flasche Dirty Harry” – Vollzeit
  • Florian / “Kryptonite!” – Vollzeit
  • Jens / “Ach ja, einen trinke ich noch mit” – Vollzeit
  • Gäste am Samstag: Jenny, Sophie, Markus, Clemens, Tina, Marina, Marc

Rautiges 2009-08-04

Eine knappe Woche nicht mehr gebloggt, da ich Urlaub hatte:

  • Letztes Wochenende Netzwerkparty bei Lippe. War gut, leider hat das Wetter nicht gepasst. Dafür gab es drei leckere Lika-Platten zum Essen #barbarischesverhalten
  • Letzten Montag 5 Stunden auf der A2 im Stau gestanden. Wollte eigentlich nur zu Ikea. Hab mir einen wunderschönen Sonnenbrand geholt und Party auf der Autobahn gemacht. War toll!
  • Wohnung und Keller ausgemistet. Alte Schultüte von meiner Grundschul-Einschulung gefunden. War noch Schokolade drinne. Hat aber nicht mehr geschmeckt #altekamellen
  • Windows Server 2003 zum dritten oder vierten Mal in meiner VirtualBox installiert, da sich die Datenbank des Active Directory auf unerklärliche Weise verabschiedet hat. Konnte das auch nicht mehr fixen.
  • Mittwoch mit Jan, Timo und z.T. Marc und Sophie durch Wolfsburg gezogen. Nacktschwimmen im Allersee um Mitternacht inklusive. Feucht-fröhlicher Abend, der irgendwann in den frühen Morgenstunden endete.
  • Samstag Männerabend bei Jan mit Timo, Julian, Dennis und Lippe. Als die Sonne aufging, ging es dann nach Hause.
  • Jede Menge Bandproben mit Jan bei ihm im Keller.
  • Heute mit dem Modul Rechnerstrukturen und Betriebssysteme durchgestartet. Die ersten drei Einsendeaufgaben habe ich eingeschickt und wurden bereits korrigiert. Sind noch ein paar Fehler vorhanden, die ich morgen korrigieren werde. Das Modul gefällt mir bis jetzt – neben Mathe – am besten: Interessante und neue Themen und die Idee mit den PDFs als Aufgabenvorlage finde ich super.
    Die Klausur werde ich zum Präsenztermin neben Webdesign und -Ergonomie schreiben. Den Termin im August werde ich nicht wahrnehmen, da Marc mit MLG noch nicht fertig ist.

Rautiges 2009-06-20

  • Die letzte Woche war davon geprägt, dass ich mich auf die Präsenzklausur von MLG vorbereitet habe. Nach einer Zusammenfassung von 100 Seiten bin ich gestern mit Marc um halb 11 nach Witten losgefahren, Klausurbeginn war um 15.30 Uhr. Wir waren aber bereits um 13.30 Uhr in Witten angekommen und bereiteten uns mental auf die bevorstehende Klausur vor.
    Die Themen der Prüfung waren

    • Bestimmen von Elementen dreier Mengen, die miteinander über Konjunktion, Disjunktion und Komplementär verknüpft worden sind. Die Aufgabe war relativ leicht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich die Beschreibung, welche Elemente in der Wertemenge vorhanden sind, korrekt dargestellt habe.
      In der zweiten Teilaufgabe sollte die Verknüpfung eines Venn-Diagramms niedergeschrieben werden. War eine Sache von 30 Sekunden.
    • Der zweite Aufgabenblock behandelte Boolesche Operatoren: einmal sollte eine Verknüpfung nur mit Disjunktion, Konjunktion und Negation dargestellt werden; bei der zweiten ging es um einen Beweis. Die Aufgabe sollte ich korrekt gelöst haben.
    • In Aufgabenblock Nr. drei ging um vollständige Induktion. Hab mich da leider irgendwo verrechnet und somit fehlten mir am Ende 3n²:)
    • Im vierten Themenbereich konnte zwischen Äquivalenzrelationen und mehrstelligen Operatoren gewählt werden. Ich hab mich für ÄRs entschieden und sollte den Part auch größtenteils korrekt haben.
    • Im letzten Block konnte man sich für eine Aufgabe zu Graphen oder Boolesche Netze entscheiden. Ich habe ganz klar die BNs gewählt, da die Schreibarbeit in 5 Minuten erledigt war.

    Alles in allem waren die Aufgaben sehr fair gestellt und konnten in der vorgegebenen Zeit gelöst werden. Ich war 10 Minuten vor Schluss fertig (hatte keinen Nerv mehr, den Fehler in meiner Induktion zu suchen). Nach dem Kurs muss ich an dieser Stelle auch mal sagen, dass sich zuständige Prof meine Fragen sehr schnell beantwortet und auch die Aufgaben fix korrigiert hat. Lob!

  • Nachdem wir dann aus Witten wieder in Wolfsburg angekommen waren (so gegen 21 Uhr), legte ich mich für eine Stunde schlafen und machte mich dann für den THG Abiball fertig. War eine lustige Partie bis um halb drei Uhr morgens.
  • Während der letzten Woche habe als Ausgleich zur Vorbereitung von MLG zwei Scripts in Python programmiert:
    • Einmal ein Kommandozeilentool, dass über die Parameter einen RSS-Feed erzeugt. Klingt unspektakulär – ist es aber nicht. Hintergrund ist der, dass man mit diesem Tool z.B. automatisiert RSS-Einträge erstellen kann. Beispielsweise kann ein CRON-Job jede Stunde das syslog in den RSS-Feed schieben.
    • Das zweite Tool ist ein Frontend für pyinotify, was wiederum eine Python-Implementierung für inotify ist. Über eine Konfigurationsdatei lassen sich beliebig viele Hooks auf Verzeichnisse oder Dateien definieren, bei deren Aktivierung über die inotify-spezifischen Events beliebige Aktionen ausgeführt werden können.
      Das Frontend bietet die Option, dass die doppelte Ausführung eines Scripts verhindert wird. Beispielsweise wird auf den Ordner /media/mp3 ein Hook gelegt, der beim Erstellen einer neuen Datei automatisch ein Backup des Ordners erstellt. Wird eine Datei kopiert, ist alles schön: Nach Ende des Vorgangs wird das Backup erstellt. Werden nun zwei Dateien kopiert, sieht die Sache schon anders um: Das Backup-Script wird zweimal ausgeführt, da das Script bei JEDEM kopierten Element ausgeführt wird. Bei mehr als zwei Kopieraktionen werden die übrigen Aktionen verworfen, so dass das Backupscript so selten wie möglich aufgerufen wird.

Weihnachten 2008

Noch bin ich auf der Arbeit, aber bald geht es zu meinen Eltern.
Ich wünsche allen schöne Weihnachten und eventuell sieht man sich heute Abend bei mir.

Nach Mitternacht auf einer Punk-Party

Der Samstag war cool: viel durch Wolfsburg gelaufen, am Allersee versackt und schließlich weit nach Mitternacht am Ost vorbei geschaut.
Ich ging davon aus, dass die Party, die dort statt fand, öffentlich war.
Wir (Julian, Timo, Holger, Flo, Hugo(!), Jan und ich) also Richtung Eingang geschlendert.
Einer von den Gästen kam uns entgegen. Es entstand folgender Dialog:
Er: “Das hier ist eine private Party. Verp*sst euch oder wollt ihr gleich eins drauf.”
Ich in sehr gelangweiltem Tonfall: “Ach ja… Das ist ja eine sehr asoziale Begrüßung.”
Er mit Enrique Iglesias – Insomniac im Hintergrund: “Das hier ist eine Punk-Party. Wir Punks sind nun mal asozial. Wenn ihr nicht gleich verschwindet, ruf’ ich die Polizei.”
Ich musste den spontanen Lachanfall unterdrücken. Wir sind natürlich nicht gegangen, sondern saßen und standen vor dem Eingang über zwei Stunden.
Während dieser Zeit wurden wir Zeuge von Fäkalsprache (“Wer hat mich mich mit Sch**ße beworfen?”) – einer der Gäste war der Meinung, dass wir ihn beworfen hätten.
Irgendwann traf’ auch die Polizei ein. Aber nicht wegen unserer Truppe, sondern wegen Ruhestörung seitens der Gastgeber.
Die Gastgeberin gab ebenfalls einen Punker-Spruch zum Besten:
(der Tonfall war ernst) “Entschuldigung Polizisten, ist die Musik jetzt leise genug?”.

Alles in allem war es sehr lustig – für uns. Ich habe selten solch eine armselige (Punk-)Party gesehen.

Frohes Neues

Offizielle Regattazeit: Kurz vor Acht. In ein paar Minuten kommen meine Gäste und dann wird langsam in das neue Jahr gefeiert.
Ich hatte heute den Nachmittag damit verbracht, die passenden MPD-Clients zu installieren. Der Lohn der Mühe: Auf meinem Notebook läuft nun GMPC, auf dem ckl-server läuft als Web-Frontend Pitchfork und neompc als Frontend für mein Handy. Nach einigem Gefrickel mit den Router-Settings kann ich nun aus dem Internet auf den Apache des ckl-servers zugreifen und mit meinem Handy den MPD steuern, der wiederum die MP3s über ALSA abspielt. Die Soundkarte ist über SPDIF mit meiner Anlage verbunden. Das geniale ist: es funktioniert alles prächtig 🙂

Ich wünsche allen Besuchern des Blogs ein frohes neues Jahr!

Konzertiges im Hallenbad

Die ersten beiden Party-Termine habe ich erfolgreich geschafft: Samstag war das Benefiz-Konzert im Hallenbad, unter anderem mit Boxing Fox und Gest. War wie immer sehr gut gewesen – außerdem waren viele Freunde des Hauses da, was mich natürlich auch freute 😉
Gestern Abend ging es zum THG-Ehemaligen-Treffen – dort habe ich ebenfalls einige alte Bekannte wiedergetroffen und gemerkt, dass manche Leute sich nicht weiter entwickelt haben *g*

Die Termine für die kommenden Tage sind:
heute Abend ab 2130 Uhr geselliges Beisammensein bei mir in der Wohnung
25. Dezember: Konzert im Hallenbad u.a. mit Gest und Jammin Inc
27. Dezember: Party mit Flo
28. Dezember: Einweihung von Lippes Party-Keller
29. Dezember: Abschluss-Konzert von Cumshot in Braunschweig
31. Dezember: Sylvester bei mir in der Bude

Ich wünsche -entgegen meiner Einstellung zu Weihnachten- allen Besuchern ein frohes Fest und prophylaktisch ein guten Rutsch ins neue Jahr!

Xtopia 2007 – Schlussteil

Ich schreibe jetzt gerade im IC meinen letzten Teil des Berichts über die Xtopia. Ist eigentlich ganz cool, nur leider habe ich hier keinen WLAN-Zugriff.
Der gestrige Abend war noch äußerst romantisch 😉 Marci, Robin und ich haben das 4-Gänge Menü genossen. Ich war aber der einzige von uns dreien, der wirklich alles aufgegessen hat. Beim ersten Gang gab es Anti-Pasti, im zweiten folgten Spaghetti mit gebratenen Champignons und gegrillten Hähnchenstreifen. Bereits da war Robin -angeschlagen durch seine Magenprobleme- außer Gefecht gesetzt. Der dritte Gang machte ein zart gebratenes Steak, ein Stück Lamm und das beste Filet aus, das ich je gegessen habe. Zum Nachtisch gab es schließlich noch Tiramisu. Nach diesem Mahl war ich so dermaßen außer Gefecht gesetzt, dass ich mich sofort aufs Zimmer verzog, noch bis Mitternacht Fernsehen schaute und schließlich einschlief.
Die Nacht war ziemlich erholsam. Endlich wieder sieben Stunden am Stück geschlafen. Wir frühstückten, checkten uns und machten uns mit dem Gepäck auf dem Weg zur Xtopia.
Der erste Workshop dauerte von 9 bis 11 Uhr. Max Knor behandelte “Windows Presentation Foundation (WPF)”. Neben “Dynamische Sprachen” war es der technisch-lastigste Vortag und hatte den Tiefgang, den ich mir von solch einer Veranstaltung erhofft hatte. Viele meiner offenen Fragen wurden durch seinen Vortrag geklärt. Einer der Fragen aus dem Publikum führte dazu, dass wir alle -inklusive Moderator- positiv überrascht wurden. Der Zuhörer wollte wissen, wie man Elemente ineinander verschachteln kann. Spaßeshalber meinte der Fragesteller, ob es auch mit Videos gehen würde. Max Knor wusste dies nicht und probierte einfach aus, ein MediaElement in ein MenuItem zu integrieren. Mit Start der Anwendung erfolgte die Überraschung: Das Menü klappte auf und als Menu-Icon eines Eintrags erschien in 16*16 sein Halo-Video, dass sofort abgespielt wurde. Genial.
Workshop Nummer zwei wurde von Oliver “Neverending-Homepage” Scheer vorgestellt. Leider wurden alle Punkte des Vortrags bereits besprochen. Auf viele, tiefgehende Fragen des Publikums wusste er keine Antwort.
In diesem Sinne kam bei mir die Frage auf, wie Silverlight mit Video-Medien auf Thin Clients laufen soll. Silverlight unterstützt kein Caching und bietet nur einen so genannten IronStore. In diesem können eine Art von Cookies abgelegt werden. eine Caching-Funktion ist nicht vorhanden, auch ist es nicht möglich auf die Festplatte des Anwenders zuzugreifen. Daraus ergibt sich dann bei mir folgendes Dilemma: Gehen wir davon aus, dass ein ThinClient mit 256 MB RAM einen Trailer in HD-Qualität über 100 MByte aus dem Netz lädt. Der Anwender schaut sich das Video an und möchte es noch einmal sehen. Muss jetzt das Video wieder heruntergeladen werden? Es existiert schließlich kein Cache. Wenn es nicht heruntergeladen wird, bedeutet es, dass das Video bzw. der Stream im Arbeitsspeicher gehalten werden muss. Wird es im Arbeitsspeicher gehalten, ist nach dem zweiten Video Schluß mit lustig. Wir hätten im Arbeitsspeicher 2 Videos mit je 100 MByte, die von der Webbrowser-Instanz benutzt werden.
Im Zusammenhang mit dem Caching bin ich auch der Meinung, dass mit Silverlight einige neue Angriffspunkte enstehen werden. Ich vermute, dass der Caching-Mechanismus noch nicht sicher genug ist und man aus der Sandbox ausbrechen kann.
Wie dem auch sei – der letzte Workshop der Xtopia-Konferenz wurde von Christian Lutsch, Clemens Lutsch und Karen Lindemann gehalten. Thema war “Tacheles geredet: Wie gut ist die Webseite denn jetzt wirklich?” Clemens kam durch sein Humor gut an, die beiden anderen Referenten lasen hingegen nur von den Folien ab. Ich beschäftigte mich aus diesem Grund auch mit meinem Handy und Schach 😉
Um 15.30 Uhr war Schluss, wir checkten aus, nahmen unsere Expression-Suite entgegen und stratzten zu Fuß Richtung Bahnhof. Die Taxifahrer hatten anscheinend keine Lust auf Arbeit.

Alles in allem waren die letzten drei Tage äußerst unterhaltsam, ich habe viel aus den Vorträgen gelernt und super nette Kollegen getroffen. Ein paar Sachen waren dabei, die diese Konferenz auszeichneten: Einmal, dass die mobilen Mäuse (“Klicker”) nie wirklich funktionierten. Zum anderen die Tatsache, dass in jedem Vortrag mindestens drei leere Flaschen Cola umkiptten und somit der große Saal von einem Klirren nach dem anderen erhallt wurde.
Um zum Schluss zu kommen: drei klasse Tage, in denen ich Urlaub (Zivildienst) und Arbeit sinnvoll verbunden habe.

Zwischenstand Xtopia 2007

Am Dienstag sind Marci, Robin und ich um 17 Uhr mit dem ICE nach Berlin aufgebrochen. Während der Zugfahrt saß eine wohl Alzheimer-Kranke Oma neben mir, ansonsten war die Fahrt relativ unspektakulär. ICE finde ich übrigens klasse: Eine Stunde hats für die Strecke Wolfsburg-Berlin gedauert.
Wir fuhren mit dem Taxi vom Ostbahnhof zu unserem Hotel und waren erstmal begeistert. Klasse Zimmer, klasse Service und wie ich heute morgen feststellen musste: Auch ein klasse Frühstück. Den Dienstag Abend verbrachten wir damit, dass wir mit zwei Flaschen Wein durch Friedrichshain irrten. Auf der Suche nach einer kleinen Kneipe mit Kickertisch. Meinem untrüglichen Sinn für gute Bars ist es dann auch zu verdanken, dass wir in einer dunklen Straße eine alternative Kneipe entdeckten. Die spielten dort Reggae, ein bissel Metal und es gab zwei Kickertische. Die Preise waren der Hammer: Kickern war kostenlos, ein halber Liter Alster kostete 2.50 und ansonsten war die Location auch mein Ding – so ein bißchen Mischung zwischen Kaschpa und Ost. Bis um halb elf verbrachten wir dort und machten uns danach auf den Weg zurück ins Hotel. Ich schaute mir -leicht angetrunken- nochmal den Saunabereich an und ging schließlich um kurz Mitternacht ins Bett.

Am Mittwoch Morgen ging es dann relativ früh aus den Betten, so dass wir pünktlich zur Keynote um zehn Uhr im Kosmos ankamen. Die Keynote war recht interessant.
Danach folgte nach einer kleinen Pause der erste Vortrag. Wir belegten den Designer Track über das Thema “Neue Möglichkeiten im Web und auf dem Desktop. Eine Einführung in Microsoft Expression Studio und Microsoft Silverlight”. Der Vortrag war vom Inhalt äußerst interessant. Die Moderatoren Oliver Scheer und Steffen Ritter konnten trotz einiger technischer Probleme eine gelunge Präsentation vortragen. Nach dem Vortrag sah ich dann, dass im Bewertungsbogen für die einzelnen Vorträge den Leuten von Microsoft ein dicker Fehler passiert ist. Anstatt “Microsoft Corporation” stand dort “MicroDoft Corporation”.
Wie dem auch sei, es folgte das Mittagessen. Es gab sehr leckeres Curry-Schnitzel mit Reis. Anschließend besuchten Robin und ich den Developer Track mit dem Thema “RIAs mit ASP.NET AJAX und dem Toolkit”, präsentiert durch Daniel Walzenbach. Leider war der Vortrag ziemlich langweilig und von den fünf vorbereiteten Demos funktionierten lediglich drei. Im Nachhinein stellte ich auch fest, dass wir in der Firma das Thema ASP.NEt nicht weiter verfolgen sollten. Die strikte MVC-Trennung ist nicht gegeben und der Code ist einfach nur grausam. ASP.NET-Entwickler mögen mir diese Aussage verzeihen.
Der kurzen Kuchenpause folgte im Designer Track der Vortrag “Mehr Freiheit für besseres Design. Was hat ein Designer von XAML?”. Jana Paetzold referierte ausgesprochen nervös und viele Teile der Präsentation wurden bereits im ersten Vortrag des Tages angesprochen. Der größte Fauxpax unterlief ihr, als sie auf eine Frage aus dem Auditorium antwortete: “Wir können das Thema ja nachher mal unter fünf Augen besprechen. Es können gerne noch mehr hinzukommen.” Was sie mit fünf Augen meinte – ich weiß es nicht. Aber ich dachte definitiv an etwas Anderes als sie. Der Großteil des Publikums auch, dem Gelächter nach zu urteilen *g*
Als letztes folgte am Dienstag für mich der Developer Track, wo Alexander Straus über “Entwicklung und Integration von Datenservices für das Web 2.0” spricht. War spannend und hatte einen guten technischen Tiefgang.

Nach dem Track gab es noch Abendessen und danach machten Marci, Robin und ich uns erstmal wieder auf den Weg zurück ins Hotel um Notebook + Sachen abzugeben und kurz zu duschen.
Um 20 Uhr ging es wieder zurück ins Kosmos. Die Party, die dort stand fand war ziemlich cool. Nur Entwickler dort, Freibier und -wein für alle, eine aufgebaute XBox, nette Leute. Ging gar nicht besser. Ich hatte das Vergnügen, mit vielen Leuten aus Süddeutschland, der Schweiz und Österreich zu reden. Unter anderem habe ich durch Zufall auch den Chef bzw. Arbeitskollegen von Mirko Stocker (blog.misto.ch) kennen gelernt.
Gegen ein Uhr wurden wir von den Securities als letzte Anwesende hinaus geworfen. Robin, Marci und ich waren derbe dicht – machten aber mit ein paar Studenten noch einen kurzen Abstecher zu Macces. Marci hatte denen kurz zuvor unsere Visitenkarten zugesteckt, da sie Interesse hatten, nach dem Studium bei uns anzufangen.

Die Nacht war recht kurz: Um zwei nach Hause gekommen, um halb sieben wieder aufgestanden. Mein Restalkohol war äußerst beachtlich. Robin hatte es hingegen wesentlich schlimmer erwischt: Beim Frühstück aß er fast nichts und wirkte auch ziemlich abwesend.
Somit erlebten Robin und ich die erste Präsentation des Developer Tracks im angetrunkenen Zustand. Oliver Scheer machte seinen Job bei “Silverlight – der erste Kontakt” sehr gut. Ist ein echte Alleinunterhalter. Der zweite Vortrag von Frank Fischer über “Dynamische Sprachen” war technisch recht anspruchsvoll. Fischer berichtete über die Implementierung von IronPython bzw. IronRuby in .NET. In den meisten Gesichtern der Anwesenden erkannte ich, dass das Thema wohl recht kompliziert war. Zumal war ich einer der wenigen, die die Code-Beispiele unter Ruby bzw. Python sofort nachvollziehen konnte. Entwickler in diesen Programmiersprachen waren fast gar keine vorhanden.
Robin machte sich nach dem Vortrag erst einmal zurück zum Hotel, ich hörte mir den nächsten Vortrag von Oliver Scheer an: “Silverlight – Hard Rock im Web”. Dort wurde noch einmal Popfly präsentiert und Oliver zeigte, wie man Code-Behind in Silverlight benutzt. Für mich als .NET und Silverlight Neuling war es ganz interessant. Bei einigen Sachen musste ich feststellen, dass Silverlight bei einigen Sachen des GWTs abgeschaut hat.
Zur Mittagspause futterte ich ein bissel was, allerdings nicht so viel wie am Mittwoch. Das Essen hatte mir heute nicht sonderlich gut geschmeckt.

Um halb drei referierte Dirk Primbs über “Deep Diving XAML und WPF”. Die Präsentation hatte es mir echt angetan. Primbs zeigte die Möglichkeiten, die man mit dem WPF hat. Ich bin begeistert, wie einfach man GUIs mit XAML entwerfen kann.
Gegen 16 Uhr begann Christian Weyer seinen Vortrag zum Thema “Ein Rückgrat für das Web 2.0: Services mit WCF jenseits von SOAP”. Weyer präsentierte das Thema so spannend, dass meine Nachmittagsmüdigkeit ratzfatz verflog.
Während der Präsentation fragte Weyer, wie viele Entwickler denn im Publikum seien. Es meldeten sich fast alle. Dann kam die Gegenfrage, wer denn Designer sei. Marci, der neben mir saß, hob als Einziger die Hand und handelte sich damit einiges Gelächter ein 😉
Als letzten Act wohnten wir “Prototyping” von Christian Lutsch bei. Der Vortrag war auf eine Art langweilig, die ich wiederum spannend fand. Lutsch hat eine komische Art von Humor und ich musste mehrmals herzhaft lachen.

Ich werde nun kurz unter die Dusche springen und schließlich mit Marci und Robin ein romantisches 4-Gänge-Candlelight-Dinner einnehmen 🙂