Präsenztag w3l / September 2009

Marc und ich fuhren am Donnerstag um viertel nach zwei aus Wolfsburg los und kamen auch recht zügig in Dortmund an. Allerdings dauerte die Suche des Hotels trotz Navis etwas länger. Während Marc das Auto parkte – wir hatten ein Hotel direkt am Hautbahnhof gebucht – und ich eine rauchte, wollten mir erst drei Afrikaner wohl Drogen verticken und eine Minute später schauten die Dortmunder Green Berets mich an, deuteten mit dem Zeigefinger auf mich und wollten mich wohl auch kontrollieren. Durch eindrucksvolle Gestik – ich winkte wie ein Bekloppter zurück – wurden sie jedoch abgeschreckt.
Wir also im Hotel eingecheckt. Das Zimmer war … rustikal. Ein altes UKW-Radio sagte mir, dass hier einige Jahre nichts gemacht worden ist. Da ich keinen Nerv hatte den Abend im Hotel zu verbringen, gingen wir zu erst zu Fuß zur FH in der Sonnenstraße und machten danach einen Abstecher durch die Innenstadt. Marc wollte noch ein Bierchen trinken und so machten wir es uns bei Live-Musik, Bier und Whiskey im Irish Pub “Limmerick” gemütlich. Sehr lustig war, das neben uns die Kopien von Musel und Tino saßen. Ich trank den Abend ein paar Whiskeys, der interessanteste davon war eindeutig der Irish Poteen, der auf der Zunge prickelte und im Abgang brannte wie Feuer.
Gegen 23 Uhr ging es dann zurück in das Hotel, da ich am Freitag Klausur schreiben musste.

Freitag standen wir gegen 9 Uhr auf, frühstückten und verbrachten den Vormittag / Mittag im Hotel. Ich lernte noch für meine Klausuren und machte mich gegen viertel vor zwölf zu Fuß auf zur FH.
Dort angekommen sagte ich einer allerseits gut-gelaunten Bibi und den Kommilitonen Hallo und verbrachte bis zur ersten Klausur die Zeit im Innenhof bei Zigarette und Musik.

Um 13 Uhr startete für mich die erste Klausur “Rechnerstrukturen und Betriebsssyteme”. Die ersten 10 Minuten saß ich etwas verdattert vor den Aufgaben, riss mich dann aber zusammen und startete durch. Themen der Klausur waren: Umformung von Termen zur ADNF, Bau von Schaltnetzen, Beschreibung von Threads, Berechnung der Dateigröße von I-Node basierten Speichersystemen, Fragen zum Pipelining, Vergleich der Havard-Architektur zur Von-Neumann-Architektur und mod. Havard-Architektur, KV-Diagramme, Minimierung von Booleschen Termen und und und. Die 120 Minuten waren knapp bemessen und ich bin mir nicht sicher, was bei der Klausur heraus gekommen ist. Bestanden müsste ich eigentlich haben. Eine Endnote kann ich aber nicht einschätzen.
Trotzdem war die Aufgabenstellung fair und auf die Vorbereitung der im Kurs behandelten Themen zugeschnitten.

Um 16 Uhr ging es in die zweite Klausur “Web-Design und -Ergonomie”, die von der Aufgabenstellung stark an die Onlineklausur erinnerte und mehr oder weniger genau so aufgebaut gewesen ist: Fallstudie einer Website, zu denen insgesamt 9 Fragen beantwortet werden mussten. Nach 90 Minuten hatte ich die Fragen – meiner Meinung nach – ausreichend beantwortet und wusste nicht mehr, was ich sonst noch hätte schreiben sollen. Also gab ich als erster der Runde ab und machte mich mit der FAZ im Nebeneingang der FH breit.

Marc tauchte um 18 Uhr auf, wir begrüßten Martin und dann ging es ein paar Minuten später zum Swabedoo, das ja mehr oder weniger gleich um die Ecke liegt. Für Marc, Martin und mich ging es mit Caipi und Bier los. Ich bestellte mir noch Rosmarin-Kartoffeln, alles andere war einfach zu teuer. Danach noch ein Caipi, dann Tequilla, dann Bier … Neben den üblichen IT-Themen machte Marc noch Wahlkampf für die Piraten und versuchte einen von den Grünen für die Piraten zu überzeugen. Ich telefonierte gegen Mitternacht noch mit Rische wegen der Band. Viel in Erinnerung habe ich davon nicht mehr, da ich bereits da schon leicht neben der Spur lief 😉

Da ich extreme Lust auf Kickern hatte, unterbreitete ich den Vorschlag, doch noch irgendwo anders hinzugehen. Bibi und Michi, sowie Marc, Martin und ein weiterer Kommilitone waren einverstanden. Der Rest der Studenten, darunter der Bayer mussten leider Samstag noch Klausur schreiben und setzten sich vorher ab.
Bibi leitete uns dann zu Fuß zum Spirit. Auf dem Weg dahin machte Marc Klingelstreich und lief mit einem Pflasterstein durch die Weltgeschichte herum, Martin und ich hatten Spaß in der City von Dortmund mit einem überdimensionalen Labyrinth-Spiel – mir ist ein Rätsel, wie wir das geschafft haben. Somit kamen wir um … keine Ahnung wann … im Spirit an. Wir total overdressed in einem Alternativ-Schuppen – war schon komisch. Türsteher und Gäste schauten uns mehr als perplex an. Egal, wir also an die Kickertische, Bier geholt und los ging es.
Gegen 3 Uhr mussten jeder von uns einen Promille-Pegel jenseits von gut und böse gehabt haben. Martin und ich gesellten uns zu Bibi und Michi auf die Tanzfläche – Musik war super (Metallica, 3 Doors Down, Beastie Boys und und und), Martin probierte das “Kennst du eigentlich schon…”-Spielchen aus und es wurde Bier getrunken. Und noch mehr Bier.

Bibi und Michi verabschiedeten sich als erste, gegen halb fünf strichen Martin und ich die Segel und machten uns, nachdem wir uns von Marc verabschiedeten, zu Fuß auf zu meinem Hotel. Wegen des Zustandes liefen wir quer durch Dortmund, erlebten z.B. noch, dass Jugendliche die Hose herunter zogen und auf einem Zebra-Steifen verweilten (Flashmob bei dem keiner zuschauen sollte?). Genau diese Jugendliche trafen wir 10 Minuten später wieder, als andere Jugendliche deren Hosen geklaut hatten. Sehr lustig 😉
Gegen 5 oder halb sechs war ich bei meinem Hotel, Martin spaltete sich fünf Minuten vorher ab und lief in irgendeine total verquere Richtung.

3 1/2  Stunden später klingelte mein Wecker. Mit Abstand der fürchterlichste Morgen seit einigen Jahren. Marc lag irgendwie wieder in seinem Bett, ich quälte mich unter die Dusche.
Unser Frühstück fiel sporadisch aus, Check-In lief gut ab. Wir also zur FH hin und darauf wartend, dass die Vorlesungen begannen. Der Tag war für Marc, Martin und mich eine Qual. Zuerst Begrüßung durch Professor Balzert, dann warten, da das Internet nicht funktionierte. Nach dem Mittagessen folgte die Vorlesung über RIAs, bei der Martin und ich einen Lach-Anfall hatten (“Ich habe einen ausgewachsenen Kater”, “Sie redet immer von dem Internet, was ist das eigentlich?”). Die Vorlesung über Software-Tests war ganz interessant, danach folgte im Hörsaal die Vorlesung über XML-Dokumentation. War meiner Meinung nach nicht sonderlich spannend. Auch meine Mitstudenten in der letzten Reihe (eine Reihe hinter uns dreien) waren wohl nicht sonderlich davon begeistert.
Professor Balzert gab die letzte Vorlesung zum Thema Zustandsautomaten, bei denen Martin und ich wieder einen Lachanfall hatten und die letzte Reihe ansteckten (“Ob er mir erklären kann, was der oder das Internet ist?”).

Um 17 Uhr war dann Schicht im Schacht. Der Abschied fiel relativ kurz aus, da wir los wollten, bevor die Fußball-Fans die Stadt verunsicherten.

Fazit: Der letzte Präsenztag war schon lustig, dieser hat es aber noch getoppt. Hat wieder sau viel Spaß gemacht, mit den Kommilitonen und w3l-Mitarbeitern zu feiern und Party zu machen. Dortmund bei Tag finde ich unattraktiv, da ist mir Wolfsburg lieber – das Nachtleben ist aber ausgezeichnet 😉

Ik freu mir schon auf den nächsten Präsenztag, wa?

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