Präsenztag WMI / w3l am 27. und 28. März 2009

Marc und ich fuhren bereits am Donnerstag Abend aus Wolfsburg los. Gleich in Braunchweig gelangten wir in einen Phantomstau, der 10 Minuten existierte und auf einmal verschwand. Die weitere Anfahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. Den Abend verbrachten wir mit rumgammeln und noch einmal über die Bücher anschauen.

Nach einer Nacht, in der ich richtig schlecht geschlafen habe, ging es früh morgens zum Frühstück, danach machten wir uns vom Tryp-Hotel in Richtung FH Dortmund auf. Das Gelände liegt in einen Steinwurf entfernt und so fanden wir auch Ruckuck den Fachbereich Informatik.

Die restlichen Stunden zur Prüfung GDI 1 um 16 Uhr verbrachten wir mit exzessiven Wartens. An der FH angekommen, erwarteten uns jede Menge neuer Gesichter. Die Klausur GDI verlief ganz gut. Der erste Teil bestand aus Multiple Choice-Fragen, die zum großen Teil aus den Online-Tests bekannt waren. Außerdem sollte Quellcode auf Fehler untersucht werden. Teil 2 behandelte 2-Dimensionale Arrays mit Java. Die dritte der drei Teilaufgaben war die schwierigste: Aus einem booleschen 2D-Array sollte die x- und y-Position ausgelesen werden und alle Felder, die sich darum herum befinden sollten auf false gesetzt werden – wenn sie vorher auf true gewesen sind. Die Aufgabe sollte als rekursive Funktion gelöst werden. Bei dieser Aufgabe habe ich etwas gefaket, da meine rekursive Funktion sich selbst viermal aufruf um alle Koordinaten oben, unten, links und rechts abzudecken. Ich lass mich mal überraschen.

In Teil 3 ging es um das Zeichnen eines UML-Diagramms inklusive der richtigen Assoziationen, Multiplizitäten und Generalisierung/Spezialisierung. Zusätzlich sollte noch der Quellcode eines Singletons aufgeschrieben werden.

Alles in allem war die Klausur mehr als fair. Themen wie generische Datentypen kamen glücklicherweise nicht vor – ansonsten hätte ich an der Stelle sicherlich Punkte verloren. Ohne IDE ist das doch recht schwierig 😉

Nach der Klausur brachten wir unsere Sachen zurück in das Hotel und um halb sieben ging es dann mit dem Taxi und den anderen Kommolitonen und w3l-Mitarbeitern ins Hicc-Up. Das Hicc-Up ist eine ganz nette Kneipe mit fairen Preisen, Billardtischen und zwei Kickertischen. Nachdem ich mich mit einigen Kommilitonen unterhielt, lief es auf das unvermeidbare Kickerspiel hinaus. Nach vier oder fünf Spielen wollte aber keiner mehr gegen uns antreten – wir zocken in der Firma echt zu viel *g*

Im Laufe des Abends wurde mit dem Entwickler der w3l-Plattform über die Plattform an sich diskutiert. Viel kam dabei nicht heraus – ich hab aber ehrlich gesagt auch nur die Hälfte verstanden. Grund: “Am Wochenende lässt sich die Musik im Hicc-Up nicht abstellen”. Das erinnerte mich an unsere Prag-Studienreise, wo der S-Bahn-Fahrer meinte: “Aus technischen Gründen können nur die hinteren Türen benutzt werden”. Insider.

Marc, Martin (Kommolitone), Bianca (w3l) und ich hielten bis zum bitteren Ende – das war so gegen Mitternacht – durch. Ich musste am Samstag schließlich früh raus und noch eine Klausur schreiben. Martin und Marc waren hingegen doch etwas angetrunken 😉

Samstag hieß es dann für mich früh aufstehen, ‘rüber zur FH und die Prüfung für Web-Programmierung ablegen. Am Vorabend hätte ich theoretisch mehr trinken können, den die Klausur war mehr als einfach. 95% konnte man aus dem Buch direkt ab- oder umschreiben. Nach einer Stunde langeweilte ich mich und las ein Buch 😉

Im Anschluss an die Klausur begann die Präsenzveranstaltung mit der Eröffnungsrede von Prof. Dr. Balzert. Martin und ich spielten im Hörsaal Bullshit-Bingo, bei dem ich allerdings verlor. Das Keyword wäre eindeutig “Management” gewesen.

Das Mittagessen fand im Tryp statt. Es gab Gnocci, Fleisch in Speckmantel, Kartoffeln, gedünstetes Gemüse und Lachs. War alles sehr lecker.

Schließlich begann um 13 Uhr irgendwas die Vorlesung “Java 7”, die kurzerhand durch “JavaScript” ersetzt wurde. Ich hatte mich auf “Java 7” eigentlich gefreut, war aber logischerweise durch “JavaScript” etwas enttäuscht. Beim Vortrag wurde schnell auf Prototype/ OOP in JavaScript eingegangen. Ich blickte einmal in die Runde und sah in lauter fragende Gesichter, mit einem dicken “WTF?” auf der Stirn. Für Personen, die mit JavaScripts Prototyping noch nie zu tun gehabt haben, war das auch ziemlich harter Tobak. Der Dozent orientierte sich bei seinem Vortrag auch stark an der ersten Reihe, wo wir Fragen stellten und auch die Erfahrung damit hatten. Martin besaß hinreichend Erfahrung mit ExtJS, Marc und ich benutzen ja mehr als regelmäßig jQuery, Prototype und GWT als Frameworks und auch unser Nachbar zur linken Seite – ich weiß leider den Namen nicht mehr – hatte mit Apache Wicket seine Erfahrung.

Der letzte Vortrag des Tages war von Burkhard Lenze, der starke Eigenwerbung machte – aber als Professor eine gute Vorlesung gab. Seine Aussage war: “Mathe ist ganz einfach”, Martins Aussage war hingegen: “Der lügt so eiskalt!”. Ich bin gespannt wie das Mathe-Modul “Angewandte Mathematik” abläuft. Erst einmal steht ja “Mathematisch-logische Grundlagen” an.

Nach der Vorlesung ging es wieder zurück nach Wolfsburg. Ich war total fertig und machte mich bereits um halb elf bett-fertig.

Fazit: Der Präsenztag war richtig gut. Die geschriebenen Klausuren waren mehr als fair, der Stammtisch am Freitag Abend war lustig (und die Getränke kostenlos) und die Vorträge waren von der fachlichen Seite her auch ok. Besonders gut hat mir aber Austausch mit den anderen Studenten gefallen. Dadurch, dass die meisten im Berufsleben stehen und somit auch die (kontinuierliche) Erfahrung in der IT haben, gibt es hier viele Synergien und Ideen.

Comments ( 4 )

  1. / ReplysMartIn
    "und die Getränke kostenlos" Hmmmmm Getränke ;)
  2. / ReplySchakko
    "Also könnte man sagen, dass AJAX ... hmmmm, wie nenne ich das... 'asynchron' ist?" - war lustig ;)
  3. / ReplysMartIn
    http://www.youtube.com/watch?v=D2FX9rviEhw&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Ewoostercollective%2Ecom%2Findex%2Ephp%3Fpage%3D2&feature=player_embedded
  4. / ReplyGrundlagen der Informatik: Aufgabe Rekursive Felder « BibaBlog
    [...] In einem Artikel aus dem vorletzten Jahr berichtete ich über die GDI-Klausuraufgabe, in der die nebenliegenden Felder rekursiv auf false gesetzt werden sollten. Eric hatte mich danach gefragt, deshalb habe ich mal die Referenzlösung angehängt. [...]

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