Nach Mitternacht auf einer Punk-Party

Der Samstag war cool: viel durch Wolfsburg gelaufen, am Allersee versackt und schließlich weit nach Mitternacht am Ost vorbei geschaut.
Ich ging davon aus, dass die Party, die dort statt fand, öffentlich war.
Wir (Julian, Timo, Holger, Flo, Hugo(!), Jan und ich) also Richtung Eingang geschlendert.
Einer von den Gästen kam uns entgegen. Es entstand folgender Dialog:
Er: “Das hier ist eine private Party. Verp*sst euch oder wollt ihr gleich eins drauf.”
Ich in sehr gelangweiltem Tonfall: “Ach ja… Das ist ja eine sehr asoziale Begrüßung.”
Er mit Enrique Iglesias – Insomniac im Hintergrund: “Das hier ist eine Punk-Party. Wir Punks sind nun mal asozial. Wenn ihr nicht gleich verschwindet, ruf’ ich die Polizei.”
Ich musste den spontanen Lachanfall unterdrücken. Wir sind natürlich nicht gegangen, sondern saßen und standen vor dem Eingang über zwei Stunden.
Während dieser Zeit wurden wir Zeuge von Fäkalsprache (“Wer hat mich mich mit Sch**ße beworfen?”) – einer der Gäste war der Meinung, dass wir ihn beworfen hätten.
Irgendwann traf’ auch die Polizei ein. Aber nicht wegen unserer Truppe, sondern wegen Ruhestörung seitens der Gastgeber.
Die Gastgeberin gab ebenfalls einen Punker-Spruch zum Besten:
(der Tonfall war ernst) “Entschuldigung Polizisten, ist die Musik jetzt leise genug?”.

Alles in allem war es sehr lustig – für uns. Ich habe selten solch eine armselige (Punk-)Party gesehen.

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