Arbeiten bei gefühlten 45 Grad

Sommerzeit bedeutet nicht immer Ferienzeit – für mich hieß es in den letzten Tagen: Fehler in unserer IT-Infrastruktur fixen, bis die Tastatur glimmt. Unter anderem konnte die Administrationsoberfläche des McAfee ePO 3.61 nicht mehr aufgerufen werden. Überraschenderweise stellte ich nach einiger Zeit fest, dass unsere MSSQL MSDE-Instanz, auf der das ePO liegt, alle Benutzer aus der Datenbank gedroppt hat. Ich konnte mich weder mit Domänen-Administrator, noch mit sa einloggen. Wie das Problem zustande gekommen ist, ist mir ein Rätsel – aber jetzt läuft wieder alles und ich habe gleich auf das ePO 4.0 geupgradet.
Nebenbei etabliert sich langsam aber sicher Trac als ein gutes Bugtracking-System. Unsere komplette Infrastruktur wird über das Trac-Wiki dokumentiert, alle aufgetretenen Fehler kommen inkl. Lösung in den Bugtracker. Unsere Scripte für Backup, Tools u.s.w. liegen in einem zentralen SVN-Repository, das an das Trac angebunden ist.
Sicherlich ist dieser Lösungsansatz nicht unbedingt ITIL-konform, aber er funktioniert und das ganz gut.
Vor zwei Tagen ist in mir auch langsam die Idee des Deployens unserer Anwendungen gereift. Da alle bestehenden Deployment-Tools nicht direkt unseren Anforderungen entsprechen, habe ich beschlossen, etwas eigenes zu bauen.
Unser Deployment-Client läuft als Java-Tool auf den jeweiligen Deploy-Server. Sobald von einem zentralen Server über REST ein Deployment-Prozess getriggert wird, lädt sich das Tool das jeweils zu deployende Artefakt aus unserem Artefakt-Repository und führt die Installation aus. Alle Artefakte sind als ZIP-Datei verfügbar und besitzen eine deploy.xml-Datei. Diese wiederum benutzt Ant-Tasks.
Florian kümmert sich um den Client, damit er auch mal in den Geschmack einer zu programmierenden Servlet-Anwendung unter Java kommt (eingesetzt wird Java 1.5, Jetty und Ant) 😉

Unser momentaner Praktikant hat in den letzten Tagen von mir die Aufgabe bekommen, sich mit dem Zend Framework, CakePHP, Doctrine und Propel auseinander zu setzen. Für den Serverteil unseres Deyploment-Tools, den ich entwickle, habe ich mich für das Zend Framework und Doctrine entschieden.
Was mir besonders beim Zend Framework fehlt, ist die Möglichkeit des Scaffoldings. Zwar existiert ein Proposal, das ist aber weder ausgereift, noch für den Einsatz mit Doctrine gedacht. Im Internet existiert bis dato auch keine vernünftige Zend_Doctrine_Scaffolding-Klasse.
Deshalb habe ich mich heute Nachmittag daran gesetzt, und eine rudimentäre Klasse zusammenzuschustern. Die Ergebnisse lassen sich sicherlich hier in ein paar Tagen bestaunen.

Die Scaffolding-Klasse werde ich übrigens auch für meinen neuen Blog einsetzen. Sobald die Tage wieder etwas länger und dunkler werden, werde ich die komplette Seite auf das Zend Framework und ebenfalls Doctrine umstellen. Unter anderem ist für die neue Seite Google Maps-Integration, Post-Deployment über XML-RPC an andere Blogs, eine neue Bildergalerie, eventuell Anbindung an das Active Directory der Firma und ein bissel AJAX geplant. Das Design soll weiter bestehen bleiben und natürlich bleiben auch alle Einträge erhalten.

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