Xtopia 2007 – Schlussteil

Ich schreibe jetzt gerade im IC meinen letzten Teil des Berichts über die Xtopia. Ist eigentlich ganz cool, nur leider habe ich hier keinen WLAN-Zugriff.
Der gestrige Abend war noch äußerst romantisch 😉 Marci, Robin und ich haben das 4-Gänge Menü genossen. Ich war aber der einzige von uns dreien, der wirklich alles aufgegessen hat. Beim ersten Gang gab es Anti-Pasti, im zweiten folgten Spaghetti mit gebratenen Champignons und gegrillten Hähnchenstreifen. Bereits da war Robin -angeschlagen durch seine Magenprobleme- außer Gefecht gesetzt. Der dritte Gang machte ein zart gebratenes Steak, ein Stück Lamm und das beste Filet aus, das ich je gegessen habe. Zum Nachtisch gab es schließlich noch Tiramisu. Nach diesem Mahl war ich so dermaßen außer Gefecht gesetzt, dass ich mich sofort aufs Zimmer verzog, noch bis Mitternacht Fernsehen schaute und schließlich einschlief.
Die Nacht war ziemlich erholsam. Endlich wieder sieben Stunden am Stück geschlafen. Wir frühstückten, checkten uns und machten uns mit dem Gepäck auf dem Weg zur Xtopia.
Der erste Workshop dauerte von 9 bis 11 Uhr. Max Knor behandelte “Windows Presentation Foundation (WPF)”. Neben “Dynamische Sprachen” war es der technisch-lastigste Vortag und hatte den Tiefgang, den ich mir von solch einer Veranstaltung erhofft hatte. Viele meiner offenen Fragen wurden durch seinen Vortrag geklärt. Einer der Fragen aus dem Publikum führte dazu, dass wir alle -inklusive Moderator- positiv überrascht wurden. Der Zuhörer wollte wissen, wie man Elemente ineinander verschachteln kann. Spaßeshalber meinte der Fragesteller, ob es auch mit Videos gehen würde. Max Knor wusste dies nicht und probierte einfach aus, ein MediaElement in ein MenuItem zu integrieren. Mit Start der Anwendung erfolgte die Überraschung: Das Menü klappte auf und als Menu-Icon eines Eintrags erschien in 16*16 sein Halo-Video, dass sofort abgespielt wurde. Genial.
Workshop Nummer zwei wurde von Oliver “Neverending-Homepage” Scheer vorgestellt. Leider wurden alle Punkte des Vortrags bereits besprochen. Auf viele, tiefgehende Fragen des Publikums wusste er keine Antwort.
In diesem Sinne kam bei mir die Frage auf, wie Silverlight mit Video-Medien auf Thin Clients laufen soll. Silverlight unterstützt kein Caching und bietet nur einen so genannten IronStore. In diesem können eine Art von Cookies abgelegt werden. eine Caching-Funktion ist nicht vorhanden, auch ist es nicht möglich auf die Festplatte des Anwenders zuzugreifen. Daraus ergibt sich dann bei mir folgendes Dilemma: Gehen wir davon aus, dass ein ThinClient mit 256 MB RAM einen Trailer in HD-Qualität über 100 MByte aus dem Netz lädt. Der Anwender schaut sich das Video an und möchte es noch einmal sehen. Muss jetzt das Video wieder heruntergeladen werden? Es existiert schließlich kein Cache. Wenn es nicht heruntergeladen wird, bedeutet es, dass das Video bzw. der Stream im Arbeitsspeicher gehalten werden muss. Wird es im Arbeitsspeicher gehalten, ist nach dem zweiten Video Schluß mit lustig. Wir hätten im Arbeitsspeicher 2 Videos mit je 100 MByte, die von der Webbrowser-Instanz benutzt werden.
Im Zusammenhang mit dem Caching bin ich auch der Meinung, dass mit Silverlight einige neue Angriffspunkte enstehen werden. Ich vermute, dass der Caching-Mechanismus noch nicht sicher genug ist und man aus der Sandbox ausbrechen kann.
Wie dem auch sei – der letzte Workshop der Xtopia-Konferenz wurde von Christian Lutsch, Clemens Lutsch und Karen Lindemann gehalten. Thema war “Tacheles geredet: Wie gut ist die Webseite denn jetzt wirklich?” Clemens kam durch sein Humor gut an, die beiden anderen Referenten lasen hingegen nur von den Folien ab. Ich beschäftigte mich aus diesem Grund auch mit meinem Handy und Schach 😉
Um 15.30 Uhr war Schluss, wir checkten aus, nahmen unsere Expression-Suite entgegen und stratzten zu Fuß Richtung Bahnhof. Die Taxifahrer hatten anscheinend keine Lust auf Arbeit.

Alles in allem waren die letzten drei Tage äußerst unterhaltsam, ich habe viel aus den Vorträgen gelernt und super nette Kollegen getroffen. Ein paar Sachen waren dabei, die diese Konferenz auszeichneten: Einmal, dass die mobilen Mäuse (“Klicker”) nie wirklich funktionierten. Zum anderen die Tatsache, dass in jedem Vortrag mindestens drei leere Flaschen Cola umkiptten und somit der große Saal von einem Klirren nach dem anderen erhallt wurde.
Um zum Schluss zu kommen: drei klasse Tage, in denen ich Urlaub (Zivildienst) und Arbeit sinnvoll verbunden habe.

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